Trotz wechselhaften Wetters kamen knapp 50 Gäste zur feierlichen Grundsteinlegung der neuen Feuer- und Rettungswache West an der Holtenser Landstraße in Göttingen zusammen. Unter ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Unternehmen und der Politik sowie Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und die designierte Oberbürgermeisterin Onyeka Oshionwu, die ihr Amt im November antreten wird. Gemeinsam begleiteten sie am 9. Oktober 2026 den offiziellen Start des Bauvorhabens. Auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein moderner gemeinsamer Standort für die Berufsfeuerwehr Göttingen, den Rettungsdienst und die Werkfeuerwehr der Sartorius AG.
„Heute ist ein besonderer Tag für Göttingen“, betonte Oberbürgermeisterin Petra Broistedt zu Beginn der Veranstaltung. Mit der neuen Wache würden wichtige Voraussetzungen für die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst geschaffen. Zugleich stehe das Projekt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Die Kooperation mit Sartorius und die Umsetzung durch die städtische Tochtergesellschaft GWG machten das Vorhaben zu einer „echten Triple-Win-Situation“.
Ein gemeinsamer Standort für starke Einsatzkräfte
Die neue Feuer- und Rettungswache West wird künftig rund 180 Mitarbeitenden im 24-Stunden-Schichtbetrieb Platz bieten. Auf etwa 5.700 Quadratmetern Bruttogrundfläche entstehen neben Fahrzeughallen und Einsatzbereichen auch Werkstätten, Lager, Verwaltungs- und Schulungsräume sowie Aufenthalts- und Ruhebereiche. Ziel ist es, moderne Voraussetzungen für reibungslose Einsatzabläufe, zeitgemäße Ausbildung und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.
GWG-Geschäftsführer Jens Düwel stellte das Bauvorhaben und die Rolle der GWG als Bauherrin vor. Die zentrale Aufgabe bestehe darin, die unterschiedlichen Anforderungen der künftigen Nutzer in einem gemeinsamen Gebäudekonzept zusammenzuführen. „Unser Anspruch ist dabei, gemeinsam mit unseren Partnern eine Feuer- und Rettungswache zu schaffen, die funktional, nachhaltig und langfristig zukunftsfähig ist“, erläuterte Düwel.
Auch Christian Schmetz, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung, Feuerwehr und Digitales, unterstrich die Bedeutung des Neubaus für die Einsatzkräfte. Ihnen einen Standort zu bieten, der ihrer anspruchsvollen Arbeit gerecht werde, sei Ausdruck der Wertschätzung und zugleich Verantwortung der Stadt.
Funktional, nachhaltig und zukunftsfähig
Bei der Planung stehen die praktischen Anforderungen des Einsatzdienstes im Mittelpunkt. Kurze Wege, reibungslose Abläufe und geeignete Räumlichkeiten sind entscheidend, damit die Einsatzkräfte ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können. „Eine Feuer- und Rettungswache muss vor allem eines können: funktionieren“, sagte Frank Dittrich, Leiter der Berufsfeuerwehr Göttingen.
Auch die besonderen Anforderungen der Werkfeuerwehr Sartorius werden in das gemeinsame Konzept integriert. So entsteht ein Standort, an dem unterschiedliche Aufgaben im Brand- und Gefahrenabwehrschutz zusammengeführt werden.
Nachhaltigkeit spielt beim Neubau ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Feuer- und Rettungswache wird in Holz-Beton-Hybridbauweise errichtet. Photovoltaik, begrünte Dächer und ein nachhaltiges Regenwassermanagement sind wesentliche Bestandteile des Konzepts.
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Mehr InformationenVom Plan zum Bau
Mit der Grundsteinlegung beginnt nun die konkrete Bauphase. Für Bernd Nordheim, Geschäftsführer des Generalunternehmers Hermanns HTI-Bau GmbH & Co. KG, markiert der Termin den Übergang von der umfangreichen Planung zur baulichen Umsetzung.
Die Generalplanung übernimmt RSE+ Architekten Ingenieure GmbH, die rechtliche Begleitung erfolgt durch sjs Schneehain John Suchfort Rechtsanwälte PartmbB. Die Bauzeit ist mit rund zwei Jahren angesetzt.
Mit dem Neubau wird ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Gefahrenabwehr und des Rettungsdienstes in Göttingen gemacht. In den kommenden Monaten wird die Feuer- und Rettungswache West Schritt für Schritt Gestalt annehmen – als moderner gemeinsamer Standort, der langfristig gute Bedingungen für die Arbeit der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes und der Werkfeuerwehr Sartorius schaffen soll.
Weitere Informationen zur Projektentwicklung finden sich auf der GWG-Webseite.