Zugang zu internationalen Märkten

Angelehnt an die 11. Internationalen Beratertage des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, stellen wir Ihnen Kurzinformationen über die Märkte China, USA, Polen, Russland, Skandinavien, Kuba, Panama und Südafrika zur Verfügung. Sollten Sie weiterführende Informationen benötigen oder Interesse an einem der vorgestellten Märkte haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Gern stellen wir die Kontakte zu den jeweiligen Ansprechpartner*innen her.

China

Das Wirtschaftswachstum Chinas bliebt weiterhin stabil. Mit einer Steigerung i.H.v. 6,3% zwischen Januar und Juli 2019 hat das Wirtschaftswachstum den tiefsten Stand seit 1990 erreicht. Als Gründe dafür werden u.a. der Handelskonflikt mit den USA und die weltweite konjunkturelle Abkühlung gesehen. Dennoch wurden in diesem Jahr ca. 12.Mio. neue Arbeitsplätze in der Volksrepublik geschaffen und China bleibt nach wie vor wichtigster Markt vor allem in den Bereichen der Automobilindustrie, Gesundheits- oder der Informations- und Kommunikationswirtschaft. Insbesondere für Gesundheitsprodukte werden zukünftig enorme Potenziale gesehen. Hier suchen chinesische Unternehmen besonders stark nach Partnern in Europa, sodass deutsche Unternehmen auch zukünftig über zahlreiche Marktchancen verfügen werden. Außerdem wird eine weitere Öffnung des Landes prognostiziert, sowie die stärkere Gleichbehandlung nationaler und internationaler Unternehmen (ein Beispiel hierfür ist das neue „Foreign Investment Law“).

Durch die Etablierung von Netzwerken werden kooperationsbereite Unternehmen aus Niedersachsen in Kontakt mit potenziellen chinesischen Partnern gebracht. Die GWG steht hierbei zur Seite, um Ansiedlungsvorhaben aus und in Göttingen zu unterstützen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an.

Das innovative Bündnis der Chinesisch-Deutsche Industriestädteallianz (ISA) besteht aus 18 deutschen und 19 chinesischen Industriestädten und Städten mit industrienahen Dienstleistungen in Deutschland und China. Übergeordnetes Ziel der ISA ist die Vernetzung von Unternehmen, Branchen und Forschungseinrichtungen um Kooperationen, bilaterale Investitionen und Innovationen anzuregen und gezielt zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus auf einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Handel, Wissenschaft und Forschung, um die qualitativen Vorteile von „Made in Germany“ mit den quantitativen Stärken von „Made in China“ zu bündeln und daraus entstehende Synergieeffekte zu nutzen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen der ISA-Mitgliedstädte erhalten Kooperationsressourcen und einen einzigartigen Zugang zum chinesischen Markt, der im Rahmen eines direkten Austausches zwischen Städten und Unternehmen, Investitionen, Kooperationen und Wissenstransfer fördert. Die dadurch entstehenden ökonomischen Vorteile für die Mitgliedstädte und ihre Institutionen liegen auf der Hand: Vernetzung von Unternehmen, Bildungs- und Forschungsinstituten, schnelle und effiziente Investitionschancen, sowie die Sicherung und Erweiterung bestehender Industrien und ihrer Arbeitsplätze.

USA

Die expansive Fiskalpolitik Washingtons zeigt weiterhin ihre Wirkung. Der Leitzins befindet sich auf einem Rekordtief und Unternehmenssteuern wurden nochmals gesenkt, sodass die Wirtschaft zwar leicht gebremst von Handelshemmnissen, aber auf Kosten steigender Staatsverschuldung weiter wächst. Daraus lässt sich direkt ein Beschäftigungswachstum, mit steigenden Löhnen und entsprechend hoher Konsumfreude der Bevölkerung ableiten. Unklar ist allerdings, wie lange dieses Wachstum noch anhalten kann, auch da vor allem Fachkräfte in vielen Branchen inzwischen als rares Gut gelten. Produkte „Made in Germany“ genießen in den USA ein unverändert hohes Ansehen und der Staatenbund ist noch vor Frankreich und China größter Abnehmer deutscher Exportprodukte. Zukünftig werden vor allem in den Sektoren der Elektromobilität, Erneuerbaren Energien, sowie in der Medizintechnik große Potenziale liegen. So ist der US-amerikanische Markt für Medizintechnik mit einem Volumen von über 156 Mrd. US $  und einem Anteil am Weltmarkt von 40%, der mit Abstand größte Markt für diese Produktkategorie.

Polen

Die polnischen Städte Danzig, Warschau, Krakau und Posen gehören derzeit zu den am Wachstumsträgern Europas und stehen repräsentativ für die starke Wirtschaftsleistung Polens. Löhne und Beschäftigung weisen weiterhin einen positiven Trend auf, was nicht zuletzt auf die große Inanspruchnahme europäischer Fördermittel zurückzuführen ist. Zwischen 2014 und 2020 erhielt das Land Unterstützungszahlungen i.H.v. insgesamt 82,5 Mrd. € aus EU-Förderprogrammen. Diese Förderungen zeigen Wirkung, da sich inzwischen nicht nur die Metropolen, sondern auch die Ober- und Mittelzentren auf Wachstumskurs befinden. Insbesondere dort wird besonders großes Potenzial für die Zukunft gesehen, da diese Städte im Gegensatz zu den großen Ballungszentren noch ausreichend über gut ausgebildete Fachkräfte verfügen, die Unternehmen Möglichkeiten zur Geschäftserweiterung bieten. Ein großer Teil des Wachstums in Polen kommt aus dem Automotive Sektor und der Produktion. Über 20% der Arbeitsplätze in der EU im industriellen Bereich entfallen inzwischen auf Polen, sodass sich der Staat mehr und mehr zur Fabrik Europas entwickelt. Zukünftige Investitionen und damit Marktchancen werden vor allem im Bereich der Robotik erwartet, auch um den Fachkräftemangel zu kompensieren.

Russland

Nach erneuter Verlängerung der amerikanischen und europäischen Sanktionen, konzentriert sich Russland sich vor allem auf eine Verbesserung der Geschäftssituation im eigenen Land, um das zur Steigerung des Wohlstandes benötigte Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Die Inflation liegt stabil bei 4%, wobei die Kaufkraft der Bevölkerung weiter zunimmt und die Staatsverschuldung liegt auf einem relativ geringen Niveau. Darüber hinaus wurde der Leitzins kürzlich leicht gesenkt. Chancen für deutsche Unternehmen werden grundsätzlich als gut erachtet. Zur Steigerung der Produktivität im Land sucht Russland Partnerschaften mit europäischen, insbesondere deutschen Firmen mit innovativen Ideen. Zukünftige Investitionen werden im Bereich der KI Forschung, aber auch in Infrastrukturprojekte, vornehmlich entlang der neuen Seidenstraße getätigt.

Skandinavien

Die Staaten Skandinaviens (Norwegen, Schweden und Finnland), stehen auch weiterhin für Zuverlässigkeit, politische sowie wirtschaftliche Stabilität, hohe Kaufkraft einer räumlich konzentrierten Bevölkerung und einer grundsätzlichen Offenheit gegenüber Neuem. Vor allem der digitalisierte öffentliche Sektor, mit wenig bürokratischen Hürden und schnellen, sowie effektiven Genehmigungsverfahren, machen den Marktzugang für ausländische Unternehmen vergleichsweise einfach und unkompliziert. Die etwa 10% niedrigeren Unternehmenssteuern (verglichen mit Deutschland), geringer Arbeitnehmerschutz für gut ausgebildete Fachkräfte und niedrige Lohnnebenkosten sorgen zudem für konkurrenzfähige Personalkosten und erlauben Unternehmen eine flexible Anpassungsmöglichkeit an die volatilen Marktverhältnisse. Derzeit investieren die skandinavischen Unternehmen vor allem in den Aufbau großer Rechenzentren. Hier liegen aktuell die größten Chancen für die Beteiligung deutscher Unternehmen.

Kuba

Trotz Sanktionen betreiben viele Deutsche Unternehmen eine Niederlassung in dem Karibikstaat. Die Beziehung zu den USA normalisiert sich jedoch langsam und derzeit durchläuft das Land einen Liberalisierungsprozess, um die noch sehr zentralisierte Wirtschaft zu reformieren. Kuba gilt vor allem als Tor zur Karibik. Geschäftsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen erscheinen besonders günstig in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Zuckerindustrie, Energie, Verkehr, Biotechnologie & Arzneimittel, Gesundheit sowie der Baubranche.

Panama

Eine investorenfreundliche Gesetzgebung und Steuervorteile für ausländische Unternehmen führten in den letzten Jahren zu Niederlassungen vieler deutscher Unternehmen. Der seit dem 1. Juli 2019 regierende Präsident, Laurentino Cortizo, wird den wirtschaftsfreundlichen Kurs Panamas fortführen. Das Land weist die am stärksten globalisierte Wirtschaft der gesamten Region auf, einen leistungsfähigen Dienstleistungssektor mit guter Infrastruktur, Sonderwirtschaftszonen und einen stabiles Bankensystem. Die Bevölkerung gilt als gut ausgebildet und größtenteils zweisprachig. Vielfältige Handelsabkommen mit anderen Staaten sichern auch für die Zukunft gute Wachstumschancen. Potenziale für Investitionen und den Ausbau von Handelsbeziehungen liegen vor allem in den Bereichen Logistik, Tourismus, Bergbau und der Agrarwirtschaft.

Südafrika

Die Aufbruchsstimmung nach dem Regierungswechsel im Mai ebbt langsam ab, da Reformen nicht so zügig vorangetrieben werden, wie sich viele erhofft haben, auch wenn bereits einige Minister in der Regierung ausgetauscht wurden und etwas weniger Korruption vorherrscht. Von der etwa 60 Mio. Einwohner zählende Bevölkerung sind offiziell knapp 30% arbeitslos (inoffiziell 40%) und die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 50%. Die Wirtschaftspolitik gilt nach wie vor als interventionistisch, die Verwaltung als defizitär und Engpässe in der Strom- und Wasserversorgung als große Risikofaktoren. Dennoch bildet der Staat 23% des gesamten BIP der Subsahara-Zone ab und verfügt über eine relativ gute Infrastruktur, eine stabile Inflation und eine eigene Nahrungsmittelproduktion. Dabei liegt Südafrika in der gleichen Zeitzone wie Europa und gilt damit als Stabilitätsanker und Markteintrittstor in der Region. Starke Branchen sind vor allem die Land- und Wasserwirtschaft, Umwelttechnologien rund um erneuerbare Energien, Automobilbau- und Zuliefererindustrie, Medizintechnik oder Maschinenbau. Investitionsentscheidungen sollten abhängig von der Branche gut abgewogen und unter Einplanung langer Genehmigungsverfahren und großer interkultureller Hürden getroffen werden.

Zugang zu internationalen Märkten

Angelehnt an die 11. Internationalen Beratertage des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, stellen wir Ihnen Kurzinformationen über die Märkte China, USA, Polen, Russland, Skandinavien, Kuba, Panama und Südafrika zur Verfügung. Sollten Sie weiterführende Informationen benötigen oder Interesse an einem der vorgestellten Märkte haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Gern stellen wir die Kontakte zu den jeweiligen Ansprechpartner*innen her.

 

China

 

Das Wirtschaftswachstum Chinas bliebt weiterhin stabil. Mit einer Steigerung i.H.v. 6,3°% zwischen Januar und Juli 2019 hat das Wirtschaftswachstum den tiefsten Stand seit 1990 erreicht. Als Gründe dafür werden u.a. der Handelskonflikt mit den USA und die weltweite konjunkturelle Abkühlung gesehen. Dennoch wurden in diesem Jahr ca. 12.Mio. neue Arbeitsplätze in der Volksrepublik geschaffen und China bleibt nach wie vor wichtigster Markt vor allem in den Bereichen der Automobilindustrie, Gesundheits- oder der Informations- und Kommunikationswirtschaft. Insbesondere für Gesundheitsprodukte werden zukünftig enorme Potenziale gesehen. Hier suchen chinesische Unternehmen besonders stark nach Partnern in Europa, sodass deutsche Unternehmen auch zukünftig über zahlreiche Marktchancen verfügen werden. Außerdem wird eine weitere Öffnung des Landes prognostiziert, sowie die stärkere Gleichbehandlung nationaler und internationaler Unternehmen (ein Beispiel hierfür ist das neue „Foreign Investment Law“).

Durch die Etablierung von Netzwerken werden kooperationsbereite Unternehmen aus Niedersachsen in Kontakt mit potenziellen chinesischen Partnern gebracht. Die GWG steht hierbei zur Seite, um Ansiedlungsvorhaben aus und in Göttingen zu unterstützen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an.

 

USA

 

Die expansive Fiskalpolitik Washingtons zeigt weiterhin ihre Wirkung. Der Leitzins befindet sich auf einem Rekordtief und Unternehmenssteuern wurden nochmals gesenkt, sodass die Wirtschaft zwar leicht gebremst von Handelshemmnissen, aber auf Kosten steigender Staatsverschuldung weiter wächst. Daraus lässt sich direkt ein Beschäftigungswachstum, mit steigenden Löhnen und entsprechend hoher Konsumfreude der Bevölkerung ableiten. Unklar ist allerdings, wie lange dieses Wachstum noch anhalten kann, auch da vor allem Fachkräfte in vielen Branchen inzwischen als rares Gut gelten. Produkte „Made in Germany“ genießen in den USA ein unverändert hohes Ansehen und der Staatenbund ist noch vor Frankreich und China größter Abnehmer deutscher Exportprodukte. Zukünftig werden vor allem in den Sektoren der Elektromobilität, Erneuerbaren Energien, sowie in der Medizintechnik große Potenziale liegen. So ist der US-amerikanische Markt für Medizintechnik mit einem Volumen von über 156 Mrd. US $  und einem Anteil am Weltmarkt von 40%, der mit Abstand größte Markt für diese Produktkategorie.

 

Polen

 

Die polnischen Städte Danzig, Warschau, Krakau und Posen gehören derzeit zu den am Wachstumsträgern Europas und stehen repräsentativ für die starke Wirtschaftsleistung Polens. Löhne und Beschäftigung weisen weiterhin einen positiven Trend auf, was nicht zuletzt auf die große Inanspruchnahme europäischer Fördermittel zurückzuführen ist. Zwischen 2014 und 2020 erhielt das Land Unterstützungszahlung i.h.v. insgesamt 82,5 Mrd. € aus EU-Förderprogrammen. Diese Förderungen zeigen Wirkung, da sich inzwischen nicht nur die Metropolen, sondern auch die Ober- und Mittelzentren auf Wachstumskurs befinden. Insbesondere dort werden besonders großes Potenzial für die Zukunft gesehen, da diese Städte im Gegensatz zu den großen Ballungszentren noch ausreichend über gut ausgebildete Fachkräfte verfügen, die Unternehmen Möglichkeiten zur Geschäftserweiterung bieten. Ein großer Teil des Wachstums in Polen kommt aus dem Automotive Sektor und der Produktion. Über 20% der Arbeitsplätze in der EU im industriellen Bereich entfallen inzwischen auf Polen, sodass sich der Staat mehr und mehr zur Fabrik Europas entwickelt. Zukünftige Investitionen und damit Marktchancen werden vor allem im Bereich der Robotik erwartet, auch um den Fachkräftemangel zu kompensieren.

 

Russland

 

Nach erneuter Verlängerung der amerikanischen und europäischen Sanktionen, konzentriert sich Russland sich vor allem auf eine Verbesserung der Geschäftssituation im eigenen Land, um das zur Steigerung des Wohlstandes benötigte Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Die Inflation liegt stabil bei 4%, wobei die Kaufkraft der Bevölkerung weiter zu nimmt und die Staatsverschuldung ist auf einem relativ geringen Niveau liegt. Darüber hinaus wurde der Leitzins kürzlich leicht gesenkt. Chancen für deutsche Unternehmen werden grundsätzlich als gut erachtet. Zur Steigerung der Produktivität im Land sucht Russland Partnerschaften mit europäischen, insbesondere deutschen Firmen mit innovativen Ideen. Zukünftige Investitionen werden im Bereich der KI Forschung, aber auch in Infrastrukturprojekte, vornehmlich entlang der neuen Seidenstraße getätigt.

 

Skandinavien

 

Die Staaten Skandinaviens (Norwegen, Schweden und Finnland), stehen auch weiterhin für Zuverlässigkeit, politische sowie wirtschaftliche Stabilität, hohe Kaufkraft einer räumlich konzentrierten Bevölkerung und einer grundsätzlichen Offenheit gegenüber Neuem. Vor allem der digitalisierte öffentliche Sektor, mit wenig bürokratischen Hürden und schnellen, sowie effektiven Genehmigungsverfahren, machen den Marktzugang für ausländische Unternehmen vergleichsweise einfach und unkompliziert. Die etwa 10% niedrigeren Unternehmenssteuern (verglichen mit Deutschland), geringe Arbeitnehmerschutz für gut ausgebildete Fachkräfte und niedrige Lohnnebenkosten sorgen zudem für konkurrenzfähige Personalkosten und erlauben Unternehmen eine flexible Anpassungsmöglichkeit an die volatilen Marktverhältnisse. Derzeit investieren die skandinavischen Unternehmen vor allem in den Aufbau großer Rechenzentren. Hier liegen derzeit die größten Chancen für die Beteiligung deutscher Unternehmen.

 

Kuba

 

Trotz Sanktionen betreiben viele Deutsche Unternehmen eine Niederlassung in dem Karibikstaat. Die Beziehung zu den USA normalisiert sich jedoch nur langsam und derzeit durchläuft das Land einen Liberalisierungsprozess, um die noch sehr zentralisierte Wirtschaft zu reformieren. Kuba gilt vor allem als Tor zur Karibik. Geschäftsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen erscheinen besonders günstig in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Zuckerindustrie, Energie, Verkehr, Biotechnologie & Arzneimittel, Gesundheit sowie der Baubranche.

 

 Panama

 

Eine investorenfreundliche Gesetzgebung und Steuervorteile für ausländische Unternehmen führten in den letzten Jahren zu Niederlassungen vieler deutscher Unternehmen. Der seit dem 1. Juli 2019 regierende Präsident, Laurentino Cortizo, wird den wirtschaftsfreundlichen Kurs Panamas fortführen. Das Land weist die am stärksten globalisierte Wirtschaft der gesamten Region auf, einen leistungsfähigen Dienstleistungssektor mit guter Infrastruktur, Sonderwirtschaftszonen und einen stabiles Bankensystem. Die Bevölkerung gilt als gut ausgebildet und größtenteils zweisprachig. Vielfältige Handelsabkommen mit anderen Staaten sichern auch für die Zukunft gute Wachstumschancen. Potenziale für Investitionen und den Ausbau von Handelsbeziehungen liegen vor allem in den Bereichen Logistik, Tourismus, Bergbau und der Agrarwirtschaft.

 

Südafrika

 

Die Aufbruchsstimmung nach dem Regierungswechsel im Mai ebbt langsam ab, da Reformen nicht so zügig vorangetrieben werden, wie sich viele erhofft haben, auch wenn bereits einige Minister in der Regierung ausgetauscht wurden und etwas weniger Korruption vorherrscht. Von der etwa 60 Mio. Einwohner zählende Bevölkerung sind offiziell knapp 30% arbeitslos (inoffiziell 40%) und die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 50%. Die Wirtschaftspolitik gilt nach wie vor als interventionistisch, die Verwaltung als defizitär und Engpässe in der Strom- und Wasserversorgung als große Risikofaktoren. Dennoch bildet der Staat 23% des gesamten BIP der Subsahara-Zone ab und verfügt über eine relativ gute Infrastruktur, eine stabile Inflation, eigene Nahrungsmittelproduktion. Dabei liegt Südafrika in der gleichen Zeitzone wie Europa und gilt damit als Stabilitätsanker und Markteintrittstor in der Region. Starke Branchen sind vor allem die Land- und Wasserwirtschaft, Umwelttechnologien rund um erneuerbare Energien, Automobilbau- und Zuliefererindustrie, Medizintechnik oder Maschinenbau. Investitionsentscheidungen sollten abhängig von der Branche gut abgewogen und unter Einplanung langer Genehmigungsverfahren und großer interkultureller Hürden getroffen werden.

 

Iran

 

Die iranische Wirtschaft leidet nach wie vor stark unter Sanktionen, die den Außenhandel und das Wachstum ab Mitte des Jahres 2018 haben einbrechen lassen und zu hoher Inflation (derzeit 26%) und steigender Arbeitslosigkeit (inzwischen 12%) geführt haben. Deutsche Produkte erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, gelangen aber kaum noch bis zum Verbraucher und werden auf dem Weg dorthin sehr teuer. Auch wenn Investments derzeit als eher unattraktiv erscheinen, ist die grundsätzliche wirtschaftliche Ausgangslage in  dem Wüstenstaat alles andere als schlecht. Von den 83 Mio. Einwohnern sind 87% alphabetisiert, 19 Mio. verfügen über einen Universitätsabschluss und 13,4 Mio. sind jünger als 40 Jahre. Insgesamt 90% der Bevölkerung nutzen das Internet und das BIP pro Kopf ist höher als in Ägypten oder den vereinigten Arabischen Emiraten. Eine lebendige Startup Scene, mehr aber noch die Branche der erneuerbaren Energien werden als zukunftsträchtig gesehen, da letztere von der Regierung gefördert wird. So wird beispielsweise der Kauf von Ökostrom garantiert, ebenso wie termingerechte Bezahlung von Kraftwerksrechnungen oder attraktive Einspeisevergünstigungen.

Sitemap