Rasante Entwicklung beim Göttinger Startup Kulero

21.04.2021

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Begonnen hatte alles mit der findigen Idee einen nachhaltigen und essbaren Löffel als Alternative zu herkömmlichen Einweg-Plastiklöffeln zu produzieren. Dies allein ist schon eine ziemlich gute Geschäftsidee. Inzwischen vermarket das Team von Kulero - Esperanto-Wort für Löffel - ein ganzes Besteck-Set, inklusive Teller.

Bereits beim Aufnahme-Pitch vom Life Science Accelerator im Herbst 2019 konnte das Gründerteam aus Juliane Schöning und Hemant Chawla mit ihre Geschäftsidee und den vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten den AcceleRats von sich überzeugen. Das Team wurde dann auch von September 2019 bis Februar 2020 beim Gründungsbeschleuniger aufgenommen und erhielt intensive Unterstützung beim Unternehmensaufbau und – entwicklung.

Neben der Markenanmeldung wurde in dieser Zeit Marketingmaßnahmen entwickelt und umgesetzt, die Verpackungskonzepte überarbeitet, ein Online-Shop aufgebaut sowie eine Vielzahl von Gesprächen mit potenziellen Investoren und Produktpartnern geführt. Um die Finanzierung voranzutreiben, hat das Team eine Crowdfunding-Kampagne über regionale Partner-Webseite „Ideenbeweger“ auf „Startnext“ gestartet. Aufgrund von kontinuierlicher Neukundengewinnung und Umsatzsteigerungen konnte die Mitarbeiteranzahl vergrößert werden.

Um diese positive Unternehmensentwicklung entsprechend zu würdigen wurde das Startup im Jahre 2019 mit dem Gründerpreis „Gute Gründe(r)“ ausgezeichnet und hat auch beim Innovationspreis des Landkreises Göttingen, bei Startgreen und beim Public Value Award abräumen können.

Finanzdialog im Accelerator

Wir haben den Auftritt bei „Der Höhle der Löwen“ zum Anlass genommen um mit Gründerin Juliane Schöning über die aktuelle Situation und Wünsche zu sprechen, dies kam dabei heraus:

  • Wie wichtig sind Ihnen Auszeichnungen für die Erreichung der unternehmerischen Ziele?

Die Auszeichnung "Gute Gründer" war für uns der erste Schritt Kulero bekannter zu machen.

  • Welche Änderungen würden aus eurer Sicht das Göttinger Gründungsökosystem verbessern?

Die Infrastruktur für Startups in Göttingen ist schon einmal nicht schlecht, ist jedoch mehr auf Life Science und weniger für Food-Startups ausgelegt

  • Wo konnte die Wirtschaftsförderung konkrete Unterstützung leisten?

Künftig würden wir uns günstige Büro- und Lagerflächen wünschen, die zusammen mit dem Unternehmen wachsen können. Im Life Science Accelerator konnten wir unser Startup weiter ausbauen und an unserer Strategie arbeiten. Gleichzeitig konnten wir Rechtsberatung und kostenlose Büroräume in Anspruch nehmen.

  • Welche Erwartungen hattet ihr und was habt ihr aus „Die Höhle der Löwen“ mitgenommen?

Ein großer TV-Auftritt, wie z.B. in der "Höhle der Löwen" bringt eine Menge Aufmerksamkeit mit sich. Neben tausenden Bestellungen im Onlineshop haben wir viele Anfragen von Kunden aus der Gastronomie und Presseanfragen erhalten. Ein abschließendes Fazit können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ziehen.

  • Was ist euer Langfristplan mit Kulero?

Wir werden in den nächsten Jahren daran arbeiten das Produkt und die Marke weiter bekannt zu machen und an weiteren nachhaltigen Produkten arbeiten.

„Die jungen Gründer beweisen mit ihrem Startup: Ein zukunftsfähiges Produkt kann durch innovative Kombination von Wissen auf den Markt gebracht werden. Göttingen bietet den Gründern ein funktionierendes Gründerökosystem und damit bestes Umfeld zur weiteren Entwicklung. Vor Kulero liegt - auch auf Grund der umweltpolitischen Entwicklungen - eine sehr spannende Zeit mit großen Erfolgsaussichten“, sagt GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe.

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