Welche Unterstützung können Startups erhalten?

24.09.2020

Die Folgen der Covid-19-Pandemie treffen insbesondere viele Existenzgründer hart. Um finanzielle Schwierigkeiten abzuwenden stehen u.a. folgende Unterstützungsprogramm zu Verfügung.

Förderprogramme der NBank

Neustart Niedersachsen - Investition

Mit dem Förderprogramm „Neustart Niedersachsen Investition“ wird das Ziel verfolgt, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des Handwerks bei Investitionsvorhaben zu unterstützen. Voraussetzungen sind, dass die antragsberechtigten Unternehmen mittelfristig Beschäftigung sichern und mit der geplanten Investition durch Arbeits- und Prozessoptimierung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die vor dem 1. März 2020 gegründet wurden und aufgrund der Corona-Pandemie in den Monaten April 2020 bis Juni 2020 einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen mussten. Die Antragstellung ist bis 30.11.2020 möglich.

Die maximalen Förderquoten sind für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft:

  • 50 % für Investitionen bis 200.000 €
  • 40 % für Investitionen bis 625.000 €

Die maximalen Förderquoten sind für Unternehmen der Automobilwirtschaft:

  • 30 % für Investitionen bis 1.650.000 €
  • 20 % für Investitionen bis 4.000.000 €

Für die Anschaffung von Kraftfahrzeugen mit Straßenzulassung können je Fahrzeug maximal 10.000 € förderfähige Ausgaben angerechnet werden.

Die Antragstellung erfolgt über das Kundenportal der NBank.
Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der NBank-Webseite.

Neustart Niedersachsen - Innovation  

Das Förderprogramm „Neustart Niedersachsen Innovation“ richtet sich an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die Innovationsvorhaben umsetzen wollen. Gefördert werden Innovationsvorhaben (inklusive Personalausgaben, externe Berater*innen), bei denen mithilfe von eigenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ein neues oder verbessertes Produkt, Produktionsverfahren oder eine entsprechende Dienstleistung entwickelt oder weiterentwickelt wird.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die vor dem 1. März 2020 gegründet wurden und aufgrund der Corona-Pandemie in den Monaten April 2020 bis Juni 2020 einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen mussten. Die Antragstellung ist bis 30.11.2020 möglich.

Die maximale Zuschusshöhe beträgt 800.000 €.
Die maximale Förderquote für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft beträgt:

  • 60 % Zuschuss auf die zuwendungsfähigen Ausgaben

Die maximale Förderquote für Unternehmen der Automobilwirtschaft beträgt:

  • 75 % Zuschuss auf die zuwendungsfähigen Ausgaben

Voraussetzung ist, dass die Ausgaben für Personal mindestens 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben betragen.

Die Antragstellung erfolgt über das Kundenportal der NBank.
Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der NBank-Webseite.

Innovationsgutschein

Mit der Förderung der Inanspruchnahme von Forschungsinfrastruktur - "Innovationsgutschein" verfolgt die Landesregierung das Ziel, KMU der gewerblichen Wirtschaft bei Innovationsvorhaben zu unterstützen. Daraus können Leistungen externer Forschungs- und Entwicklungsdienstleister, um die Entwicklung effizienter Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu forcieren, bezuschusst werden.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die vor dem 1. März 2020 gegründet wurden und aufgrund der Corona-Pandemie in den Monaten April 2020 bis Juni 2020 einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen mussten. Die Antragstellung ist bis 30.11.2020 möglich.

Die Innovationsgutscheine können eingesetzt werden für Konstruktionsleistungen, Service Engineering, Prototypenbau, Design, Produkttests zur Qualitätssicherung, Werkstoffstudien, Studien sowie Konzepte zur Fertigungstechnik, Unterstützung und Schulung im Bereich Wissenstransfer, Bereitstellung von Datenbanken, Bibliotheken, Laboratorien sowie Tests und Zertifizierung.

  • Die maximale Förderquote beträgt 80 % der förderfähigen Ausgaben.
  • Der maximale Förderzuschuss liegt bei 30.000 €.

Die Antragstellung erfolgt über das Kundenportal der NBank.
Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der NBank-Webseite.

Digitalbonus Niedersachsen: Antragsfrist bis 30.09.2020 verlängert

Das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen wird an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen.

  • Die Investitionen müssen mindestens 5.000 Euro betragen.
  • Zuschuss für kleine Unternehmen bis zu 50 %; für mittlere Unternehmen bis zu 30 %.
  • Fördersumme von mindestens 2.500 Euro und maximal 10.000 Euro.

Die Antragstellung erfolgt über das Kundenportal der NBank.
Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der NBank-Webseite.

  

NBank Kredit-Programm für KMU

(als schnelle Liquiditätshilfe ohne hinterlegen von Sicherheiten)

Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern können online bei der NBank einen Kredit (bis 50.000 €) als schnelle Liquiditätshilfe beantragen.
  • keine Besicherung erforderlich
  • Das Darlehen ist in den ersten zwei Jahren zinslos. Die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf dieses Zeitraumes ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten.
  • zwei Jahre sind tilgungsfrei
  • eine vorzeitige ganz oder teilweise außerplanmäßige Tilgung ist während der ersten zwei Jahre der Darlehenslaufzeit ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich
  • Beantragung direkt bei der NBank über das Kundenportal ohne Einbeziehung der Hausbank

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden im Produktblatt "Niedersachsen-Liquiditätskredit" der NBank. Hier finden Sie die passende Schritt für Schritt Erklärung!

Wirtschaftsministerium verlängert Gründungsstipendium um drei Monate

Menschen mit einer Gründungsidee in der Pre-Seed- und Seed-Phase stehen insbesondere vor der Herausforderung, dass sie neben der intensiven Verfolgung der Gründungsidee in der Regel keiner abhängigen Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit in Vollzeit nachgehen und auch keine sonstigen Einnahmen generieren können. Durch ein personenbezogenes Stipendium soll ihnen ermöglicht werden, dass sie sich ganz der Entwicklung und Verwirklichung ihrer Geschäftsidee widmen können. Die Erfolgsaussichten der Gründung sollen durch eine Betreuung und ein Coaching durch eine begleitende Einrichtung erhöht werden. Ziel ist, dass die Gründenden bis zum Ende des Stipendiums auf Basis eines Businessplans ein Unternehmen in Niedersachsen gegründet haben. Die Förderung leistet damit einen Beitrag zur Stärkung der Gründungsdynamik in Niedersachsen.

Um Unternehmensgründer in der Corona-Krise zu unterstützen, verlängert das niedersächsische Wirtschaftsministerium die Höchstlaufzeit des Gründungsstipendiums um maximal drei Monate. Dies gilt für bereits bewilligte als auch für neu beantragte Stipendien, deren Bewilligungszeitraum in diesem Jahr beginnt.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie treffen die Stipendiaten in der Gründungsphase besonders stark.

Das Gründungsstipendium wird ab sofort für maximal elf statt zuvor acht Monate vergeben. Einzelne Gründende oder Gründungsteams von bis zu drei Personen erhalten einen finanziellen Freiraum, ihre Unternehmens-Idee zu verwirklichen. Die Höhe des monatlichen Stipendiums beträgt 2.000 Euro, für Studierende 1.000 Euro. Das Stipendium kann bei der NBank beantragt werden.
Hintergrund:

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der NBank-Webseite.

NBank Liquiditätskredit

(als schnelle Liquiditätshilfe ohne hinterlegen von Sicherheiten)

Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern können online bei der NBank einen Kredit (bis 50.000 €) als schnelle Liquiditätshilfe beantragen.

  • keine Besicherung erforderlich
  • Das Darlehen ist in den ersten zwei Jahren zinslos. Die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf dieses Zeitraumes ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten.
  • zwei Jahre sind tilgungsfrei
  • eine vorzeitige ganz oder teilweise außerplanmäßige Tilgung ist während der ersten zwei Jahre der Darlehenslaufzeit ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich
  • Beantragung direkt bei der NBank über das Kundenportal ohne Einbeziehung der Hausbank

Details finden Sie im Produktblatt "Niedersachsen-Liquiditätskredit" der NBank.

Förderprogramme des Bundes

Überbrückungshilfe

Das Corona-Hilfsprogramm, die Überbrückungshilfe, soll die Existenz von gefährdeten Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler*innen im Haupterwerb im Zeitraum von Juni bis August 2020 (Phase 1) und September bis Dezember 2020 (Phase 2) sichern.Es ist nicht möglich, nach dem 30. September 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.
Die Beantragung erfolgt ausschließlich über die Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder vereidigten Buchprüfer*innen.
  • Voraussetzung für eine Antragsberechtigung: Corona-bedingte Schließung des Betriebes oder erhebliche Umsatzausfälle. Dies wird angenommen, wenn die Monatsumsätze um min. 60 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind.
  • Gefördert werden die fortlaufenden betrieblichen Fixkosten, wie Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite und Personalaufwendungen, die nicht vom Kurzarbeitergeld umfasst sind (durch eine Pauschale). Lebenshaltungskosten und Unternehmerlohn hingegen bleiben weiterhin nicht zuschussfähig.
  • Die Höhe der Überbrückungshilfe bemisst sich nach der Höhe der Umsatzeinbußen des Fördermonats im Vergleich zum Vorjahresmonat. Umsatzeinbruch von
    - mehr als 70% = 80 % Erstattung der Fixkosten
    - 70 % bis 50 % = 50 % Erstattung der Fixkosten
    - unter 50 % bis 40 % = 40 % Erstattung der Fixkosten
  • Die Höhe der maximalen Förderung über 3 Monate hängt von der Anzahl der Beschäftigten ab:
    - bis zu 5 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 9.000 €
    - bis 10 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 15.000 €
    - über 10 bis 249 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 150.000 €
Antworten zu den wichtigsten Fragen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Details zur Beantragung und aktuelle Informationen hierzu finden Sie auf dieser Webseite.

Ausbildungsplätze sichern

Im Koalitionsbeschluss vom 3. Juni 2020 ist die Förderung neuer Ausbildungsverträge festgelegt. Dies wird mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umgesetzt. Die erste Förderrichtlinie des Bundesprogramms ist am 1. August 2020 in Kraft getreten.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 249 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) gibt es folgende Fördermöglichkeiten:

  •     Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus

KMU erhalten für jeden Auszubildenden eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro, sofern die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr (ab 1. August 2020) geschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre gehalten wird. Die Ausbildungsprämie steht unter der Bedingung, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht.

  •     Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes

Für jeden Ausbildungsplatz, der die durchschnittliche Anzahl der letzten drei Jahre übersteigt, wird die Ausbildungsprämie plus in Höhe von 3.000 Euro bezahlt. 

  •    Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit

Ziel der Förderung ist es, Kurzarbeit bei Auszubildenden zu vermeiden. Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden gewährt, wenn der Ausbildungsbetrieb Kurzarbeit durchführt und trotz relevanten Arbeitsausfall (mindestens 50 %) im Betrieb oder einer Betriebsabteilung Auszubildende und (außerhalb von Zeiten des Berufsschulunterrichtes) deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringt. Die Förderung beträgt 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung ohne Berücksichtigung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

  •     Übernahmeprämie

Die Übernahmeprämie in Höhe von 3000 Euro wird gewährt wenn Auszubildende bis zum 31. Dezember 2020 aus pandemiebedingt insolventen KMU übernommen werden, um ihre Ausbildung fortzuführen.
Eine pandemiebedingte Insolvenz wird angenommen, wenn bis zum 31. Dezember 2020 das Insolvenzverfahren eröffnet wird und sich das Unternehmen vor dem 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand.

Voraussetzungen für Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus:

  • Der Ausbildungsbetrieb muss in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sein, das bedeutet im ersten Halbjahr 2020 wenigstens ein Monat Kurzarbeit oder Umsatzeinbruch im April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019.

Antragsverfahren:

Anträge sind bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen und zwar nach den Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen.

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Agentur für Arbeit und der Webseite der IHK Hannover.

Förderprogramme der BAFA:

BAFA-Programm Förderung unternehmerischen Know-hows
(um Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler ergänzt)

Gefördert wird die Beratung (durch einen externen Unternehmensberater) von KUM und Freiberuflern, die von der Corona-Krise betroffen sind. Wirtschaftliche Folgen der Krise sind u.a. Kurzarbeit, Ausfall von Arbeitskräften und Produktionen, Wegfall von Kunden, verkürzte Öffnungszeiten oder gar Schließungen von Unternehmen. Ein externer Unternehmensberater kann hierzu vielfältig Hilfestellung geben.

  • betroffene Unternehmen erhalten von der Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 €, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung). Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt.
  • zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters.
  • Die in Rechnung zu stellende Umsatzsteuer wird nicht bezuschusst und ist wie auch über die 4.000 € hinausgehenden Rechnungsbeträge vom Unternehmen zu tragen.
  • Ein Stunden- oder Tagessatz für beanspruchte Beratungsleistungen ist nicht vorgegeben.

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der BAFA-Webseite.

Informationen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt weiterhin Informationen zu den Auswirkungen des Corona Virus auf die deutsche Wirtschaft dar. Unter dem folgendem Link können Sie weitere Informationsangebote sehen. Dazu finden Sie die wichtigsten Telefon Hotlines, die Ihnen zu Informationszwecken zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums und des Niedersächsische Wirtschaftsministeriums.

Weitere Möglichkeiten sind die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern.

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