Welche Unterstützung können Startups erhalten?

02.06.2020

Die Folgen der Covid-19-Pandemie treffen insbesondere viele Existenzgründer hart. Um finanzielle Schwierigkeiten abzuwenden stehen u.a. folgende Unterstützungsprogramm zu Verfügung.


Förderprogramme der NBank:

Aktueller Hinweis:

Bitte ingnorieren Sie die Absenderadresse corona-zuschuss@nbank.de.com!
Sollten Sie eine E-Mail von diesem Postfach erhalten, befinden sich zwei Anlagen anbei

  • eine „Rechtsbelehrung_Zuschussempfänger“
  • und eine „Bescheinigung_Finanzamt

Die NBank ist nicht Versender dieser E-Mails!
Dies Vorgehensweise fällt auch in anderen Bundesländern wie NRW, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Baden–Württemberg, Bayern oder Thüringen auf. Die NBank steht im engen Austausch mit dem LKA Niedersachsen und dem Zentralen Kriminaldienst Hannover. Empfohlen wird, eine solche Mail keinesfalls zu öffnen, sondern umgehend Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Zudem keinen Kontakt zu dieser E-Mail Adresse aufnehmen und antworten.

Überbrückungshilfe: Neues Corona-Hilfsprogramm gestartet

Das neue Corona-Hilfsprogramm, die Überbrückungshilfe, soll die Existenz von gefährdeten Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler*innen im Haupterwerb im Zeitraum von Juni bis August 2020 sichern. Die Beantragung erfolgt ausschließlich über die Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder vereidigten Buchprüfer*innen.
  • Voraussetzung für eine Antragsberechtigung: Corona-bedingte Schließung des Betriebes oder erhebliche Umsatzausfälle. Dies wird angenommen, wenn die Summe der Umsätze der Monate April und Mai 2020 um mindestens 60 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist.
  • Die Antragsfrist endet am 30. September 2020
  • Gefördert werden die fortlaufenden betrieblichen Fixkosten, wie Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite und Personalaufwendungen, die nicht vom Kurzarbeitergeld umfasst sind (durch eine Pauschale). Lebenshaltungskosten und Unternehmerlohn hingegen bleiben weiterhin nicht zuschussfähig.
  • Die Höhe der Überbrückungshilfe bemisst sich nach der Höhe der Umsatzeinbußen des Fördermonats im Vergleich zum Vorjahresmonat. Umsatzeinbruch von
    - mehr als 70% = 80 % Erstattung der Fixkosten
    - 70 % bis 50 % = 50 % Erstattung der Fixkosten
    - unter 50 % bis 40 % = 40 % Erstattung der Fixkosten
  • Die Höhe der maximalen Förderung über 3 Monate hängt von der Anzahl der Beschäftigten ab:
    - bis zu 5 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 9.000 €
    - bis 10 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 15.000 €
    - über 10 bis 249 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 150.000 €
Antworten zu den wichtigsten Fragen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Details zur Beantragung und aktuelle Informationen hierzu finden Sie auf dieser Webseite.

Wirtschaftsministerium verlängert Gründungsstipendium um drei Monate

Menschen mit einer Gründungsidee in der Pre-Seed- und Seed-Phase stehen insbesondere vor der Herausforderung, dass sie neben der intensiven Verfolgung der Gründungsidee in der Regel keiner abhängigen Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit in Vollzeit nachgehen und auch keine sonstigen Einnahmen generieren können. Durch ein personenbezogenes Stipendium soll ihnen ermöglicht werden, dass sie sich ganz der Entwicklung und Verwirklichung ihrer Geschäftsidee widmen können. Die Erfolgsaussichten der Gründung sollen durch eine Betreuung und ein Coaching durch eine begleitende Einrichtung erhöht werden. Ziel ist, dass die Gründenden bis zum Ende des Stipendiums auf Basis eines Businessplans ein Unternehmen in Niedersachsen gegründet haben. Die Förderung leistet damit einen Beitrag zur Stärkung der Gründungsdynamik in Niedersachsen.

Um Unternehmensgründer in der Corona-Krise zu unterstützen, verlängert das niedersächsische Wirtschaftsministerium die Höchstlaufzeit des Gründungsstipendiums um maximal drei Monate. Dies gilt für bereits bewilligte als auch für neu beantragte Stipendien, deren Bewilligungszeitraum in diesem Jahr beginnt.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie treffen die Stipendiaten in der Gründungsphase besonders stark.

Das Gründungsstipendium wird ab sofort für maximal elf statt zuvor acht Monate vergeben. Einzelne Gründende oder Gründungsteams von bis zu drei Personen erhalten einen finanziellen Freiraum, ihre Unternehmens-Idee zu verwirklichen. Die Höhe des monatlichen Stipendiums beträgt 2.000 Euro, für Studierende 1.000 Euro. Das Stipendium kann bei der NBank beantragt werden.
Hintergrund:

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der NBank-Webseite.

NBank Liquiditätskredit
(als schnelle Liquiditätshilfe ohne hinterlegen von Sicherheiten)

Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern können online bei der NBank einen Kredit (bis 50.000 €) als schnelle Liquiditätshilfe beantragen.

  • keine Besicherung erforderlich
  • Das Darlehen ist in den ersten zwei Jahren zinslos. Die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf dieses Zeitraumes ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten.
  • zwei Jahre sind tilgungsfrei
  • eine vorzeitige ganz oder teilweise außerplanmäßige Tilgung ist während der ersten zwei Jahre der Darlehenslaufzeit ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich
  • Beantragung direkt bei der NBank über das Kundenportal ohne Einbeziehung der Hausbank

Details finden Sie im Produktblatt "Niedersachsen-Liquiditätskredit" der NBank.


Förderprogramme der BAFA:

BAFA-Programm Förderung unternehmerischen Know-hows
(um Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler ergänzt)

Gefördert wird die Beratung (durch einen externen Unternehmensberater) von KUM und Freiberuflern, die von der Corona-Krise betroffen sind. Wirtschaftliche Folgen der Krise sind u.a. Kurzarbeit, Ausfall von Arbeitskräften und Produktionen, Wegfall von Kunden, verkürzte Öffnungszeiten oder gar Schließungen von Unternehmen. Ein externer Unternehmensberater kann hierzu vielfältig Hilfestellung geben.

  • betroffene Unternehmen erhalten von der Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 €, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung). Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt.
  • zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters.
  • Die in Rechnung zu stellende Umsatzsteuer wird nicht bezuschusst und ist wie auch über die 4.000 € hinausgehenden Rechnungsbeträge vom Unternehmen zu tragen.
  • Ein Stunden- oder Tagessatz für beanspruchte Beratungsleistungen ist nicht vorgegeben.

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der BAFA-Webseite.

Informationen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt weiterhin Informationen zu den Auswirkungen des Corona Virus auf die deutsche Wirtschaft dar. Unter dem folgendem Link können Sie weitere Informationsangebote sehen. Dazu finden Sie die wichtigsten Telefon Hotlines, die Ihnen zu Informationszwecken zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums und des Niedersächsische Wirtschaftsministeriums.

Weitere Möglichkeiten sind die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern.

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