Welche Unterstützung gibt es für Unternehmen?

08.07.2020

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen werden durch das Virus erwartet?

Die Coronavirus-Epidemie führt zu deutlichen Bremsspuren in der niedersächsichen Wirtschaft. Bei vielen Unternehmen sind durch Umsatzeinbrüche die Liquidität und damit auch Arbeitsplätze gefährdet. Der überwiegende Teil der Betriebe in Niedersachsen erwarten in den kommenden Wochen Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäfte. 

Förderprogramme der NBank

Aktueller Hinweis:

Bitte ingnorieren Sie die Absenderadresse corona-zuschuss@nbank.de.com!
Sollten Sie eine E-Mail von diesem Postfach erhalten, befinden sich zwei Anlagen anbei

  • eine „Rechtsbelehrung_Zuschussempfänger“
  • und eine „Bescheinigung_Finanzamt
Die NBank ist nicht Versender dieser E-Mails!
 
Dies Vorgehensweise fällt auch in anderen Bundesländern wie NRW, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Baden–Württemberg, Bayern oder Thüringen auf. Die NBank steht im engen Austausch mit dem LKA Niedersachsen und dem Zentralen Kriminaldienst Hannover. Empfohlen wird, eine solche Mail keinesfalls zu öffnen, sondern umgehend Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Zudem keinen Kontakt zu dieser E-Mail Adresse aufnehmen und antworten.

Überbrückungshilfe: Neues Corona-Hilfsprogramm gestartet

Das neue Corona-Hilfsprogramm, die Überbrückungshilfe, soll die Existenz von gefährdeten Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler*innen im Haupterwerb im Zeitraum von Juni bis August 2020 sichern. Die Beantragung erfolgt ausschließlich über die Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder vereidigten Buchprüfer*innen.
  • Voraussetzung für eine Antragsberechtigung: Corona-bedingte Schließung des Betriebes oder erhebliche Umsatzausfälle. Dies wird angenommen, wenn die Summe der Umsätze der Monate April und Mai 2020 um mindestens 60 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist.
  • Die Antragsfrist endet am 30. September 2020
  • Gefördert werden die fortlaufenden betrieblichen Fixkosten, wie Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite und Personalaufwendungen, die nicht vom Kurzarbeitergeld umfasst sind (durch eine Pauschale). Lebenshaltungskosten und Unternehmerlohn hingegen bleiben weiterhin nicht zuschussfähig.
  • Die Höhe der Überbrückungshilfe bemisst sich nach der Höhe der Umsatzeinbußen des Fördermonats im Vergleich zum Vorjahresmonat. Umsatzeinbruch von
    - mehr als 70% = 80 % Erstattung der Fixkosten
    - 70 % bis 50 % = 50 % Erstattung der Fixkosten
    - unter 50 % bis 40 % = 40 % Erstattung der Fixkosten
  • Die Höhe der maximalen Förderung über 3 Monate hängt von der Anzahl der Beschäftigten ab:
    - bis zu 5 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 9.000 €
    - bis 10 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 15.000 €
    - über 10 bis 249 Beschäftigte = maximaler Erstattungsbetrag von 150.000 €
Antworten zu den wichtigsten Fragen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Details zur Beantragung und aktuelle Informationen hierzu finden Sie auf dieser Webseite.

Digitalbonus Niedersachsen: Antragsfrist bis 30.09.2020 verlängert

Das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen wird an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen.

  • Die Investitionen müssen mindestens 5.000 Euro betragen.
  • Zuschuss für kleine Unternehmen bis zu 50 %; für mittlere Unternehmen bis zu 30 %.
  • Fördersumme von mindestens 2.500 Euro und maximal 10.000 Euro.

Die Antragstellung erfolgt über das Kundenportal der NBank.
Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der NBank-Webseite.

NBank Kredit-Programm für KMU

(als schnelle Liquiditätshilfe ohne hinterlegen von Sicherheiten)

Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern können online bei der NBank einen Kredit (bis 50.000 €) als schnelle Liquiditätshilfe beantragen.
  • keine Besicherung erforderlich
  • Das Darlehen ist in den ersten zwei Jahren zinslos. Die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf dieses Zeitraumes ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten.
  • zwei Jahre sind tilgungsfrei
  • eine vorzeitige ganz oder teilweise außerplanmäßige Tilgung ist während der ersten zwei Jahre der Darlehenslaufzeit ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich
  • Beantragung direkt bei der NBank über das Kundenportal ohne Einbeziehung der Hausbank

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden im Produktblatt "Niedersachsen-Liquiditätskredit" der NBank.
Hier finden Sie die passende Schritt für Schritt Erklärung!

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" gestartet

Im Koalitionsbeschluss vom 3. Juni 2020 ist die Förderung neuer Ausbildungsverträge festgelegt. Dies wird mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umgesetzt. Die erste Förderrichtlinie des Bundesprogramms ist am 1. August 2020 in Kraft getreten.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 249 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) gibt es folgende Fördermöglichkeiten:

  •     Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus

KMU erhalten für jeden Auszubildenden eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro, sofern die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr (ab 1. August 2020) geschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre gehalten wird. Die Ausbildungsprämie steht unter der Bedingung, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht.

  •     Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes

Für jeden Ausbildungsplatz, der die durchschnittliche Anzahl der letzten drei Jahre übersteigt, wird die Ausbildungsprämie plus in Höhe von 3.000 Euro bezahlt. 

  •    Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit

Ziel der Förderung ist es, Kurzarbeit bei Auszubildenden zu vermeiden. Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden gewährt, wenn der Ausbildungsbetrieb Kurzarbeit durchführt und trotz relevanten Arbeitsausfall (mindestens 50 %) im Betrieb oder einer Betriebsabteilung Auszubildende und (außerhalb von Zeiten des Berufsschulunterrichtes) deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringt. Die Förderung beträgt 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung ohne Berücksichtigung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

  •     Übernahmeprämie

Die Übernahmeprämie in Höhe von 3000 Euro wird gewährt wenn Auszubildende bis zum 31. Dezember 2020 aus pandemiebedingt insolventen KMU übernommen werden, um ihre Ausbildung fortzuführen.
Eine pandemiebedingte Insolvenz wird angenommen, wenn bis zum 31. Dezember 2020 das Insolvenzverfahren eröffnet wird und sich das Unternehmen vor dem 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand.

Voraussetzungen für Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus:

  • Der Ausbildungsbetrieb muss in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sein, das bedeutet im ersten Halbjahr 2020 wenigstens ein Monat Kurzarbeit oder Umsatzeinbruch im April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019.

Antragsverfahren:

Anträge sind bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen und zwar nach den Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen.

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Agentur für Arbeit und der Webseite der IHK Hannover.

Förderprogramme der KfW:

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Bank) schürt ein Maßnahmepaket, um Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen. Sie verfolgt dabei das Ziel, die kurzfristige Versorgung von Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern.

Alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der KfW Bank. Die KfW hat eine Hotline für gewerbliche Kredite eingerichtet 0800 539 9001.

Dazu werden bestehende Kreditprogramme genutzt und Zugangsbedingungen sowie Konditionen für Unternehmen verbessert. Im Konkreten bieten sich für Unternehmen folgende Möglichkeiten:

KfW-Schnellkredit 2020
(für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern)

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, kann ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3,00 % mit Laufzeit 10 Jahre.
  • 2 Jahre keine Tilgung
  • förderfähige Kosten: Sachinvestitionen  (= Anschaffungen) und Betriebsmittel (= laufende Kosten wie Miete, Gehälter, Warenlager)
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.
  • Der Kredit wird nicht bei der KfW, sondern bei der Hausbank beantragt

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der KfW-Webseite.

KfW Unternehmerkredit
(für Bestandsunternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind)

  • bis zu 1 Mrd. Euro Kreditbetrag
  • auch für Vorhaben im Ausland
  • reduzierter Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % p.a.
  • 90 % Haftungsfreistellung für KMU bzw. 80 % Haftungsfreistellung für große Unternehmen. Das bedeutet, dass die KfW 80 % bzw. 90 % des Kreditausfallrisikos übernimmt - das restliche Risiko trägt die Hausbank

ERP-Gründerkredit-Universell
(für Existenzgründungen und Unternehmen, die bis zu 5 Jahre am Markt sind)

  • bis zu 1 Mrd. Euro Kreditbetrag
  • reduzierter Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % p.a.
  • 90 % Haftungsfreistellung für KMU bzw. 80 % Haftungsfreistellung für große Unternehmen
Die KfW verzichtet bei Kreditbeträgen bis zu 3 Mio. Euro pro Unternehmen auf eine eigene Risikoprüfung. Bei Kreditbeträgen bis einschließlich 10 Mio. Euro pro Unternehmen führt die KfW eine vereinfachte Risikoprüfung durch. 

KfW-Sonderprogramm - Konsortialfinanzierungen ab 25 Mio. Euro

  • Die KfW beteiligt sich an Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen. Hierbei übernimmt die KfW bis zu 80% des Risikos, jedoch maximal 50 % der Gesamtverschuldung
  • Finanzierungen ab 25 Mio. €
  • für Investitionen und Betriebsmittel in Deutschland

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der KfW Bank.

Hier können Sie Ihren KfW-Kreditantrag für Ihre Hausbank vorbereiten.

BAFA-Programm Förderung unternehmerischen Know-hows

(um Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler ergänzt)

Gefördert wird die Beratung (durch einen externen Unternehmensberater) von KUM und Freiberuflern, die von der Corona-Krise betroffen sind. Wirtschaftliche Folgen der Krise sind u.a. Kurzarbeit, Ausfall von Arbeitskräften und Produktionen, Wegfall von Kunden, verkürzte Öffnungszeiten oder gar Schließungen von Unternehmen. Ein externer Unternehmensberater kann hierzu vielfältig Hilfestellung geben.

  • betroffene Unternehmen erhalten von der Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 €, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung). Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt.
  • zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters.
  • Die in Rechnung zu stellende Umsatzsteuer wird nicht bezuschusst und ist wie auch über die 4.000 € hinausgehenden Rechnungsbeträge vom Unternehmen zu tragen.
  • Ein Stunden- oder Tagessatz für beanspruchte Beratungsleistungen ist nicht vorgegeben.

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der BAFA-Webseite.

Landesbürgschaften:
  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Unternehmen der Ernährungs-, Land- und Forstwirtschaft, Angehörige freier Berufe sowie Träger sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen können Anträge stellen.
  • Ansprechpartner für Finanzierungen bis zu einem Bürgschaftsvolumen von 2,5 Mio. € ist die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB). (maximalen Bürgschaftsquote von 80 Prozent)
  • Finanzierungen ab einem Bürgschaftsvolumen von 2,5 Millionen Euro oder solche, die durch die NBB nicht verbürgbar sind, können über die PricewaterhouseCoopers GmbH (PWC) als Landesbürgschaft beantragt werden.
Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 € eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen können.

Details zur Beantragung und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite von PWC.

Großbürgschaftsprogramm:

Der Bund ermöglicht die Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. € (Bürgschaftsquote von bis zu 80%).

Änderungen bei den Insolvenzantragspflichten:

Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können,  setzt das Bundesjustizministerium die Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020 aus. Voraussetzung für die Aussetzung ist, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.

Verfahren bei Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

  • Nach dem Infektionsschutzgesetz erhält eine Entschädigung, wer beispielsweise unter Quarantäne steht und deshalb nicht erwerbstätig sein kann. Bei Beschäftigten zahlt in der Regel das Unternehmen weiter, das sich jedoch das Geld erstatten lassen kann.
  • Die Entschädigung gibt es auch für Selbstständige.
    • Grundlage dafür ist der Gewinn, der im Steuerbescheid für das letzte Kalenderjahr festgestellt wurde.

Die Entschädigung ist binnen drei Monaten beim zuständigen Gesundheitsamt zu beantragen.

Bitte beachten Sie!

Sofern kein Bescheid vom Gesundheitsamt Göttingen bezüglich eines Tätigkeitsverbots nach § 31 Infektionsschutzgesetz (IfSG) oder eine Quarantänemaßnahme nach § 30 IfSG vorliegt, besteht kein Anspruch auf eine Entschädigung nach § 56 IfSG.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises Göttingen/Stadt Göttingen vom 20.03.2020 stützt sich auf § 28 Abs. 1 IfSG, wonach die zuständige Behörde erforderliche Schutzmaßnahmen (u.a. Kontaktverbot, Schließung von Betrieben/Einrichtungen) die zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten erforderlich sind, treffen kann.

Aus der Allgemeinverfügung lässt sich jedoch kein genereller Anspruch nach § 56 IfSG ableiten. Die ergriffenen Schutzmaßnahmen der oben genannten Allgemeinverfügung stellen keine Tätigkeitsverbote bzw. Quarantänemaßnahmen dar.

Antrag auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Erhalten Arbeitnehmer*innen einen sogenannten „Corona-Absonderungsbescheid“, d.h. erhalten Arbeitnehmer*innen ein berufliches Tätigkeitsverbot und müssen sich in eine vom Gesundheitsamt angeordnete Corona-Quarantäne begeben, sind Arbeitgeber*innen grundsätzlich weiterhin verpflichtet Entgeltfortzahlungen zu leisten.

Im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) können Arbeitgeber*innen nach § 56 IfSG einen Antrag auf Entschädigung zur Erstattung der geleisteten Entgeltzahlungen beim zuständigen Gesundheitsamt stellen.

Leistet der Arbeitgeber / die Arbeitgeberin keine Lohnfortzahlung bei behördlich angeordneter Corona-Quarantäne, kann ebenfalls die Antragstellung durch den Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin selbst erfolgen.

Wer kann alles den Antrag stellen?

  • Arbeitgeber oder Arbeitnehmer
  • Selbständige
  • Heimarbeiter

Hinweis:

Eine Entschädigung nach § 56 IfSG wird nur nicht erkrankten Personen gewährt soweit diese keinen anderen gesetzlichen oder vertraglichen Anspruch auf Lohnfortzahlung etc. haben.

Bei erkrankten Personen, bei denen eine bestätigte Covid-19 Infektion vorliegt, ist die weitere Verdienstgewährung über die Lohnfortzahlung und im Anschluss über das Krankengeld bzw. die private Krankenversicherung abgesichert.

Wie stelle ich den Antrag?

Die downloadbaren Anträge sind ausschließlich als PDF per E-Mail an entschaedigungifsg@goettingen.de oder aber postalisch an Team Erstattungsanträge im Neuen Rathaus zu senden. Für weitere Fragen steht Ihnen das Team Erstattungsanträge zur Verfügung.

Das gilt nicht für freiwillige Quarantäne. Hier entsteht kein Anspruch auf Entschädigungszahlung.

Ersatzzahlungen für Unternehmen die schließen mussten gibt es laut Infektionsschutzgesetz nicht. Grund: Die von der Stadt angeordneten Schutzmaßnahmen (z.B. Ladenschließungen) stellen keine Quarantänemaßnahmen dar.

Weiterführende Informationen und das Antragsformular erhalten Sie auf dieser Webseite.

Details und alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie außerdem unter 

Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen)

Der Bund stellt Zudem stellt Exportkreditgarantien (Hermesbürgschaften) bereit, um Unternehmen vor Zahlungsrisiken im Auslandsgeschäft zu schützen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Webseite Agaportal.

Informationen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt weiterhin Informationen zu den Auswirkungen des Corona Virus auf die deutsche Wirtschaft dar. Unter dem folgendem Link können Sie weitere Informationsangebote sehen. Dazu finden Sie die wichtigsten Telefon Hotlines, die Ihnen zu Informationszwecken zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums und des Niedersächsische Wirtschaftsministeriums.

Weitere Möglichkeiten sind die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern.

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·   Ansprechpartner für Finanzierungen bis zu einem Bürgschaftsvolumen von 1,25 Mio. € ist die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB). (dies entspricht bei einer maximalen Bürgschaftsquote von 80 Prozent einem Kreditvolumen von € 1.562.500)

·   Finanzierungen ab einem Bürgschaftsvolumen von 1,25 Millionen Euro oder solche, die durch die NBB nicht verbürgbar sind, können über die PricewaterhouseCoopers GmbH als Landesbürgschaft beantragt werden

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