1. Vernetzungstreffen der Unterzeichner*innen der Charta der Vielfalt

14.03.2019

Erstes Vernetzungstreffen der Unterzeichner*innen der Charta der Vielfalt in Göttingen regte zum Austausch an

Universitätsvizepräsidentin Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Stadträtin Maria Schmidt und GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe begrüßten die Teilnehmenden.

 „Diversität ist für uns in einem sehr umfassenden Sinne relevant“, sagte Bührmann, die Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Chancengleichheit der Universität Göttingen ist. „Wir haben uns vorgenommen, alle Mitglieder und Angehörigen der Universität bestmöglich darin zu befähigen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und weiterzuentwickeln. Wir möchten alle darin unterstützen, ihr Studium erfolgreich abzuschließen und herausragende Leistungen im Beruf zu erbringen. Darüber hinaus ist Diversität an der Universität Göttingen natürlich als Forschungsgegenstand und Forschungsperspektive von Bedeutung. Dies zeigt sich beispielsweise in zahlreichen Forschungsprojekten und nicht zuletzt in unserem Master-Studiengang Sozialwissenschaftliche Diversitäts-forschung.“

Stadträtin Maria Schmidt betonte, dass Diversity-Management ein wichtiges Organisations-und Personalentwicklungsinstrument ist und eine strategische Aufgabe sei. „Der Wille der Verwaltungsleitung beziehungsweise der Unternehmensleitung ist dabei entscheidend“, so Schmidt.

In ihrem Impulsvortrag machte Aletta Gräfin von Hardenberg auf die Wichtigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes aufmerksam und auf den daraus hervorgehenden Kulturwandel, der Diversität als Querschnittsaufgabe versteht. Mit Blick auf die strategische Verankerung des Diversity-Managements rief sie dazu auf, organisationsübergreifend Personal miteinzubeziehen und die Bedarfe abzufragen. Dabei betonte sie auch, dass die Thematik im Grunde „Chefsache“ sei, da das Thema von oben gelebt werden müsse. Die Vernetzung und der Austausch zwischen den Akteuren, auch zu aktuellen Herausforderungen sowie Bad-Practice-Beispielen (Stichwort: Gegenwind, nicht nur Best Practice-Beispiele) sei von großer Bedeutung, so von Hardenberg.

In der anschließenden Diskussionsrunde tauschten sich die Unterzeichner*innen der Charta der Vielfalt über die Ziele und mögliche Umsetzungswege des Diversity-Managements in ihren Unternehmen und Einrichtungen aus und formulierten ihre Erwartungen an ein regionales Netzwerk.

Als Anregungen zur Umsetzung der Charta der Vielfalt wurden zwei Projekte mit Partizipationsangebot den Teilnehmenden vorgestellt.

Die Veranstalter*innen machten anschließend auf die anstehende Fachkräftekonferenz Südniedersachsen zum Thema Diversität sowie auf den jährlichen bundesweiten Diversity-Tag aufmerksam. Der Diversity-Tag 2019 findet in Göttingen am 28. Mai statt und widmet sich dem Thema Gewichtsdiskriminierung.

Hintergrund:

Heute bekennen sich 27 Unternehmen und Einrichtungen im Göttinger Raum zu den Werten der Charta der Vielfalt. Die Idee der Veranstaltung war es, sich über die Möglichkeiten zur Umsetzung eines strategischen Diversitätsmanagements auszutauschen und die Potenziale eines regionalen Netzwerks zur Umsetzung der Charta der Vielfalt auszuloten.

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